Pathologie 4.0 ©

Drei  Komponenten  für  Sicherheit

Das  System besteht aus drei, auch unabhängig voneinander nutzbaren Komponenten: einem intelligenten Probenbehälter für Gewebebiopsien, einem Automaten für den Probeneingang und einer verschlüsselten Online-Plattform zur Datenübertragung zwischen behandelndem Arzt und Pathologie-Labor.

Web-Plattform

Der einsendende Arzt  gibt diagnoserelevanten Daten der Probe (z.B. Fotos, Videos, Skizzen, Vorbefunde etc.), die bis dato nicht  durchgängig  erfasst werden konnten,  in einen digitalen Untersuchungsauftrag ein, die auf einer hochsicheren Datenbank  basiert. Mittels dieser verschlüsselten Daten- und Kommunikationsplattform werden einsendender Arzt und Pathologe strukturiert und in Echtzeit über den aktuellen Stand der Probe – vom Versand der Gewebeprobe bis hin zur Diagnose – automatisch informiert.

Intelligenter Probenbehälter

Während das zur Untersuchung entnommene Gewebe des Patienten heute mehrfach manuell in verschiedene Gefäße umgepackt und neu beschriftet werden muss, hat  inveox  diese Gefäße zu einem einzigen Probenbehälter mit einem integrierten Filter zusammengefügt. So verbleibt die Probe stets in einem Behälter.  Verwechselungen und Verunreinigungen werden ausgeschlossen. Um Datentransfer, Track & Trace und Prozess-Steuerung zu ermöglichen, wird der Probenbehälter mit einer eindeutigen ID versehen.

Automat

In einen speziellen, ebenfalls von inveox entwickelten Automaten können mehrere Dutzend Probenbehälter eingeführt und gleichzeitig automatisch verarbeitet werden: Es werden die Daten der Probe erfasst, das Formalin entfernt und das Gewebe zur Dokumentation und ergänzenden Befundung fotografiert. Danach wird die Probe, immer noch im gleichen codierten Teil des ursprünglichen Probenbehälters, der Biopsiekassette, vom Automaten ausgegeben und kann nahtlos weiterverarbeitet werden. Das bedeutet eine wesentliche Beschleunigung dieses Prozessschrittes, damit einen deutlich höheren Durchsatz an Proben. Arbeitskräfte werden entlastet und können für wertschöpfende Tätigkeiten eingesetzt werden. Die automatische Entsorgung des Gefahrenstoffs Formalin leistet zudem einen wichtigen Beitrag zum Arbeitsschutz für Labormitarbeiter.
Innerhalb des Probeneingangs-Automaten kommt neben den obengenannten Schritten der Probenvorbereitung das Bilderkennungsmodul zum Einsatz. Hochsensible Industriekameras in Verbindung mit speziellen Algorithmen erschließen zusätzlich entscheidende Potentiale: das Erkennen der ID-Codierung für eine eindeutige Zuordnung  der Probe zum betreffenden Patienten und die Erfassung von Merkmalen des Gewebes sind nur einige der Informationen, die hier gesammelt und erstmals digitalisiert, automatisiert und strukturiert nutzbar gemacht werden.